Teil eines Werkes 
1 (1804) Erster Theil, welcher den Ackerbau in sich faßt
Entstehung
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niedrigen Gegenden gut zu gedeihen pflegt: allein wenn das auch allemal einschlaͤgt, so hat der Land mann in drey Jahren einen ordentlichen Ertrag. Waͤre aber Gras darauf gewachsen, so haͤtte man alle drey Jahre Nutzen davon gehabt, ohne Auf wand von Arbeit und Duͤngung, die im nassen Boden ohnehin verloren und unwirksam ist

Da bey sehr großen Feldern, aller Acker, den man vorfindet, genommen werden muß, so niedrig auch die Lage desselben ist; so hat dieses System eine unsaͤgliche Menge Graben erfordert, die viel Geld gekostet haben, und deren Renovation all jaͤhrlich noch viele Kosten und Arbeit nothwendig machen. Der Ertrag an Getraide ist oft so klein, daß kaum die gemachte Auslage bezahlt werden kann.

Sehr große Felder enthalten mehrentheils nicht durchweg gleichen Acker, der auf einerley Art be stellt seyn will. Ein Stuͤck ist Sand, ein anderes Lehm und ein drittes Moorland. Muͤßte man nun diese Stuͤcke auf gleiche Weise bearbeiten, und das muß man oft, weil eine Arbeit die andere draͤngt und die Jahreszeit verlaͤuft: so kann es nicht feh⸗ len, daß daraus Nachtheil entsteht. Diese Ver⸗ schiedenheit ist oft in so kleinen Stuͤcken vertheilt, daß sich in der Bearbeitung kein Unterschied ma⸗

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