Teil eines Werkes 
1 (1804) Erster Theil, welcher den Ackerbau in sich faßt
Entstehung
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schlagenen Gemuͤther wieder aufzurichten, und sie mit froͤhlichem Muthe zu beleben; unmͤͤglich, die einmal herrschend gewordenen Laster in kurzer Zeit wegzuschaffen. Bittere Armuth hat fuͤr die Menschheit schreckliche Folgen. Der Schaden am Ertrage der Felder, ist, bey uͤbergroßen Feldern in einer Wirthschaft, eben so betraͤchtlich. In nassen Jahren ist es gar zu sichtbar gewesen, daß die Ma⸗ gerkeit der Aecker uns fast ganz ohne Huͤlfe ließ. Ein mageres Feld hat ein, hoͤchstens zwey Korn uͤber die Aussaat gegeben; da ein gut eingeduͤngtes, drey bis vier Korn lieferte, und ein kleines Feld mehr trug, als ein großes. War der Roggen ausgefault, so saͤete man mit dem besten Erfolg, Gerste, die den Verlust groͤßtentheils ersetzte. Allein wenn man auch in einem magern Acker, wo der Roggen verdorben war, Sommergetraide saͤete: so wurde dasselbe eben so schlecht, und die doppelte Saat wurde kaum ererndtet. In jedem Acker blei ben, wenn die Winter auch noch so schlecht sind, doch einige Pflanzen, die etwas hoch stehen, uͤbrig; war das Land fett, so gewannen die zuruͤckgeblie benen Stauden mehr Raum und Kraft, setzten ei nen großen Stuhl, aus welchem viele Haͤlme wuchsen; die Aehren waren laͤnger und gefuͤllter, daher denn, nach einem schlechten Winter, der Er

liebe und Unterweisung unmoͤglich, die niederge ů