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Arbeiten angestrengt. Wie aber jede fruͤhe Ueber⸗ spannung in der Folge Schwaͤche erzeugt, so sind
Menschen, die kaum ihr halbes Lebensalter erreicht
haben, schwach, sehen alt aus, und sind zur Ar—
beit untuͤchtiger. Da durch die großen Felder alle
andere Arbeiten vermehrt wurden: so mußte der
Wirth des Gesindes jedweden lohnen, der sonst
mit Brod und Kleider zufrieden war. Das Brod, 05 welches den vielen Arbeitern zur Hofesarbeit mit— b gegeben werden mußte, wurde verschleppt, und der üͤbrig gebliebene Rest kam nicht wieder in die Haͤn⸗ D de des Hausvaters. Durch alle diese Wege ent— N ging dem Hauswirth der Vorrath und er litt Man⸗ 0 gel. Endlich, der groͤßte Schaden, der fuͤr die à Menschheit daraus erwuchs, ist der, daß die Leute, 8 wo sie sehr angestrengt wurden, allen Muth, und 5 6 bey der Niedergeschlagenheit der Gemuͤther, alle die buͤrgerlichen TZugenden verloren haben, die zum 1 Wohlstand eines Volks so unentbehrlich sind. Ge— 4 fuͤhl des Werthes eines Menschen, Entschlossenheit, Thaͤtigkeit, Fleiß, Lust zu leben, sind fort, und m Niedertraͤchtigkeit, Trunkenheit, Faulheit und List, 4 sind Laster, die an die Stelle jener Tugenden getre⸗
ten sind. Ein Volk, das einmal verarmt und un— 5 muthig geworden ist, ist dann in vielen Genera— 1 tionen nicht wieder aufzuhelfen. Es ist in einer*
langen Reihe von Jahren hernach, aller Menschen⸗


