——
————
9 kam, daß die großen Felder der Herren viele Pferde und Menschen erforderten, aller Ertrag ihrer Felder ging zur Unterhaltung ihrer Knechte und Pferde auf, oft reichte das nicht einmal zu; sie mußten Huͤlfe bey den Hofesspeichern suchen, und haben nun so entsetzliche Schulden gemacht, die sie unmoͤglich bezahlen koͤnnen; die also der Herr der Leute ver⸗ liert, und die vollkommen den Gewinn von den großen Feldern aufwiegen. Was die großen Fel— der etwa in sechs Jahren einbrachten, haben die Bauern in zehn bis funfzehn Jahren wieder auf⸗ gezehrt, und oft mehr noch als dieses. Durch die gar zu großen Felder der Herren werden sie gehin— dert, ihre eigenen Aecker gehoͤrig und zur rechten Zeit bestellen zu koͤnnen. Wie sehr aber die unzei⸗ tige und nachlaͤßige schnelle Bearbeitung schadet, weiß jeder Landwirth. Auch selbst diejenigen Bauern, welche damals noch auf ihren alten Aeckern lebten, litten Verlust durch die unregel— maͤßige Bearbeitung. Dieses war besonders in den Jahren 1784, 85, 94, 95, 99, S80o sehr sichtbar, in welchen die Bauern, auf vielen Guͤ— tern, den groͤßten Theil ihres Unterhalts aus den Hofesspeichern nehmen mußten. Das System, mit unverhaͤltnißmaͤßig großen Feldern zu wirth— schaften, hat in einigen Gegenden, die weniger be— volkert sind, die uͤngsten Menschen zu schweren


