* 7
thiere aufmerksam zu machen und ihre Thaͤtigkeit aufzuregen, dahin ganz besonders zu sehen, sich vieles und schoͤnes Heu zu verschaffen. Ein jeder nachdenkende Landwirth ist mit mir darinn einig, daß die Fuͤtterung und der Viehstand der erste und wichtigste Gegenstand in der ganzen Landwirth⸗ schaft ist; und doch richtet man seine Kraͤfte und seine Zeit immer nur auf den Ackerbau, vergroͤßert denselben zu seinem groͤßten Nachtheil, ohne ge— nau in demselben Maaße seinen Wiesewuchs und seinen Viehstand zu verbessern; aus dem doch aber der Werth des Ackerbaues erwachsen muß. Die mehresten Guͤter haben so viel Heu, daß sie ihre Hausthiere das Jahr hindurch ernaͤhren koͤnnen; das heißt: ihr Vieh bekommt wenig Heu, etwa ein Fuder auf ein Stuͤck Rind, und muß sich groͤßten⸗ theils mit Stroh behelfen. Sollte es nicht moͤg⸗ lich seyn, so viel Heu zu schaffen, daß alle Thiere, die Heu zu ihrer Nahrung beduͤrfen, mit reinem Heu erhalten werden, und wenigstens alles Win⸗ terkorn-Stroh zur Duͤngung verwendet werden koͤnnte?
Um nun meinen folgenden Abhandlungen Ein⸗ gang zu verschaffen, muß ich zuerst ausfuͤhrlich den Schaͤden auseinander setzen, der aus gar zu großen Feldern entsteht, wenn der Wiesewuchs und Vieh⸗ stand nicht allgemein, bey den Bauern und in Hoͤ⸗


