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und manche Landwirthe bewegen, die schaͤdlichen alten Gewohnheiten abzuschaffen. Es liegt oft nur daran, daß man nicht Muth genug hat, eine alte Gewohnheit aufzugeben. Ich habe daher ge— sucht, vieljaͤhrige, bestaͤndig fortgesetzte Erfahrun— gen anzufuͤhren; ich habe gesucht, manche Grund—⸗ saͤtz in der Landwirthschaft, von vielen Seiten zu beleuchten, um ihren Grund oder Ungrund zu be— weisen. Wir sind manchen Laͤndern, in der Land⸗ wirthschaft weit zuvorgekommen; allein wir stehen gegen aͤndere kultivirte Staaten, in diesem Fache, auch eben so weit noch zuruͤck. Wenn wir die an— gezeigten Erndten anderer Laͤnder ansehen, so ha— ben wir Ursache uns sehr zu freuen, daß wir schon so viel weiter sind. Allein wenn wir den Fleiß, die Muͤhsamkeit und die ausharrende Geduld an— derer Nationen ansehen: so muͤssen wir billig er— staunen, wie weit sie es gebracht haben. Wir koͤnnen es gewiß noch in der Landwirthschaft sehr viel weiter bringen, wenn wir wollen. Wenn auf— geklaͤrte und angesehene Maͤnner sich es nur zum Geschaͤfte machen werden, diesen schoͤnen Gegen— stand des menschlichen Verstandes zu umfassen: so werden wir es andern Nationen bald gleich machen.
Endlich meine dritte Absicht mit diesem Ver— suche ist, die Landwirthe unsers Vaterlandes auf die Kultur ihrer Wiesen und des Futters fuͤr die Haus⸗
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