Vorrede,| Alber da-dur< die Kritik, eine Pflanze faſt von| ay) 4 |
jeden Autor anders genent, und die Nahmen allzeit von| wehv Dioſkorides oder Plinius aufgenommen wurden: ſo ents| füt, fiund der wichtigere Fehler in der Botanik, daß ein Nah-| verſhie: me verſchiedene Pflanzen anzeigte, und umgekehrt, vers| hailen ſchiedene Nahmen für eine Pflanze angeben wurden. Wo-| vm zu die Kräutler das ihrige ebenfals beytrugen, Dieſe Leu?| mi te entlehnten ihre Nahmen von Arzeneykräften, oder von an-| de Z1! dern in die Augen fallenden Eigenſchaffen, und da die Na-|( tur ſrychtharer als unſer Wil iſt: ſo war es nothwendig| Naſw daß verſchiedene Kräuter einerley Nahmen erhielten, da ſo| ſuvte dl viele in allgemeinen Kräften übereinkommen, daß eine gemein) 4 Pflanze verſchiedene Nahmen erhielt, wenn diejenigen, ſo| emu] die Nahmen gaben, verſchiedene Kentniß und Wikß|(nr Hatten.| werf Dieſes verurſachte eine Verwirrung, die gewiß alle ſlieſer 4 Arbeiten unſer Vorfahren für uns würde unbrauchbar ge?| ne9 8 macht hahen, wenn nicht ein unſterbliher Bauhin die„| win erſiaunende Arbeit über ſich genommen hätte, dieſe ſchwei?| h fenden Nahmen, durc< ein Verzeichniß der Synonymen zu ain ſamlen, und wie daur< ein unglückliches Gefechte zer-| NMethedy ſtreueten Soldaten, unter ihre Fahnen zu bringen. Ex Tar hs gab das erſie Verzeichniß der Synonymen ſeinen Pinax her- buſhitt| aus, welcher das Regiſter zu einen künftigen ganz auſſer- man ab] ordentlichen Werke war, das alle damals befante Pflan- viemand4 zen äller vorhandenen Schriftſteller enthalten ſolte. Aber gm Vp der Tod raudte ihn über der Arbeit, als er noh auf die Fe Geſchichte der Mexikaniſchen Pflanzen, die zu Nom heraus fem Frags. Fommen ſolte*) wartete, und brachte die Botanik um ihre| ſm, 4 Pandekten.| vſelihd Die teutſc<he Nomenclatur hatte dadurch, daß ſie ſuhte ih größtentheils aus wörtlichen Ueberſeßungen der griechiſchen dem miſs und Gilſchuy
*) Bauh, Prodrom, praef.


