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Versuch einer teutschen Nomenclatur der Linneischen Gattungen zur Übersetzung der Generum Plantarum Linnei
Entstehung
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nehme ein Werk als das, um die teutſche Botanik ſo verdien? ten,» Hru. Profeſſor Oeders werden wird. Geſezt in ei- nen ſolchen Buche würden die Gattungen bloß lateiniſch genent: ſo würden dieſe lateiniſche Nahmen mit der Zeit alle in die teutſche Sprache übergehen, und wie viele Nah- men würden aus einem lateiniſchen in verſchiedenen Cray: ſen entſiehen! Man ſiehet es in alten Kräuterbüchern* Woher ſind die Nahmen Akoley, Odermennig, Oſterliken, Sirenien Zattrey, Bertram 2c. entſtanden als von den las teiniſchen? Gewiß der verwegenſte Kritikus würde ihren Urſprung nicht errathen, wenn; er nicht von der Quelle aus auf ſie iößt.. Es würden alſo Nahmen entſichen, wo man ſie nicht wünſchet, und wo man ſchon bey den Alten welche fin? det. Denn die meiſten Pflanzen haben teutſ<he Nahmen, und vielmals gute Nahmen, warum ſolte man ſie nicht brauchen! Zur Ehre der Teutſchen muß man es ſagen; daß die Botanik in alten Zeiten bis in die barbari? ſchen zurük, ſchon ihre Verehrer unter ihnen gefunden, und bis jeßo erhalten hat, die ihren Wehrt zu ſchäken wuſten, und der gröſte Theil macht ſeinen Vaterlande Ehre. Ihre Schriften beweiſen, daß unſere Sprache auch in dieſen <e nicht arm iſt. Sie ſamleten Kräuter und Nahmen mit gleichen Fleiſe: und hätte der damals herrſchende fritiſche Eifer nicht auß unſere Vorfahren ergriffen; wir würden vermuthlich noh mehr gute Nahmen von Pflanzen haben. Aber die Grille der damaligen Botaniker, welche alle Kräu? ter ihres Vaterlandes wolten in Dioſkorides finden, der do<M die Kräuter ſeiner Materia medica nicht allein in ſeinem Vaterlande, ſondern auf vielen Neiſen durch verſchiedeae Länder geſehen hatte, hat unter andern auch für die feutſche Nomenclatur die nachtheiliche Folge gehabt, daß viele Pflan? zen ungeſchifte Nahmen haben, weil man ſie nur allzu- wörtlich aus den Dioſcorides und Plinius überſezte. *.4 Man