Bovrrede,
men anzuzeigen? da die Beſtiinmung der Gatkungen eine 0 will:ührliche Sache iſt? Dieſe Frage iſt nicht leicht zu beaniworten. Man hat Gründe und Gegengründe.
Die Pflanzen können von ſehr vielen Seiten betrach? fet werden: es müſſen daher von verſchiedenen Seiten ver? ſchiedene Eigenſchaften entdekt werden, die verſchiedene Methoden, Gattangen und Nahmen derſelben hervorbrin- gen. Wolte man allen Gattungen, ſo durch dieſe Metho- den entſtanden ſind,“teutſche Nahmen geben, worauf ſie doch alle Anſpruch machen können: wo wolte man genung Nahmen hernehmen, und welcher Nahme würde für eine Gattung eigen bleiben! Die einmal benahmten Pflanzen würden zwar ihren Nahmen in einzelnen Arten erhalten kön: nen: aber da für die Verbindung vieler Arten in eine Gattung dennoch müſten Nahmen gefunden werden, die man entweder neu ſchaffen, oder von den ſich darunter befin: denden Arten hernehmen müſte; ſo wäre gewiß“ daher die gröſie Verwirrung zu befürchten. Es ſcheint alfo beſſer zu ſeyn, die Gattungen nur mit ihren lateiniſchen Nahmen anzugeben; bis man vielleicht einmal wird in Stande ſeyn, die Kette der Natur in ihren ganzen Zuſammenhange vor-
- duzeigen. Da man nach unveränderlichen Geſckeu der Na:
tur ordnen, und mit unveränderlichen Nahmen nennen wird. Ein Werk, daß wir vielleicht in jenen Platoniſchen Jahre ausführen werden.
Aber ſollen unſere Gärtner und Hauswirthe, unſere Blumiſten, denn für unſere Mitbürger müſſen doh wohl unſere Wiſſenſchaften Nutzen haben, ſollen dieſe bis dahin, ſich. und die lateiniſchen Nahmen martern, wenn ſie von Kräutern ſprechen wollen? Und was würde aus dieſen Nah» men werden! ſie würden wie die Krüypel in Heil. Römis ſchen Reiche herum hinken, ſi endlich naturgliſiren und die teutſche Sprache mit Mißgeſtalten bereichern. Man
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