316. RIV. Von den Kräften der Pflanzen.
- zen iſt nur die Wirkung der Schwerdlilienwurzel(Iris)
befannt, und zwar von der Jnländiſchen(1. voſtras) der Slorentiniſchen Veilwurz(1. Florentina) der Sumpf: Schwerdlilie( Acorus paluſtr,) und der Hermodattel (1. tuberofa, Hermoda&ylus). Die erſte macht Erbrechen, die zweyte lößt den Auswurf, die dritte iſt harntreibend, die vierte purgirend; ſie ſind alſo alle dem menſchlichen Körper ſchädlich und werden von der gütigen Natur bald ausgetrie- ben, wie es bey dev Brechwurzel( Ippecacuanha) geſchieht. Man foche dieſe Wurzel, ſo purgirt ſis ſchwach; man koche ſie ſtärker, ſo treibt ſie den Harn, Schweis oder Monath- fluß. Man koche ſie noch ſtärker, ſo wird ſie den Auswurf befördern. Und ihre Beſtandtheile ſind doch immer die nehm- lichen, nur daß ſie mehr oder weniger geſchwächt ſind, Die Kräfte der übrigen Pflanzen ſind noch unbekannt,
EBE Die neunzehnte Ordnung enthält den Schlinet- baum(Viburnum) den Tinus, den Waſſerholunder
) den Holunder(Sambucus) die Rondeletie,
die Bellonie, die Rornelle( Cornus) die Caßine, den Suniach(Khus) den Celaſter,(Celaſtrus) den Spill- baum,(Evonymus) den Kreuzdorn(Rhamnus). Ob-
gleich die Kräfte dieſer Pflanzenordnung wenig bekannt ſind:' ſo kann man doch von den wenigen, die wir kennen, auf die
übrigen ſchlieſſen. Unter dieſe gehört der Holunder, der
eine-unſrer Natur widrige Kraft beſißt, und deswegendurh|
Erbrechen, Durchfall„Schweis und Harn weggetrieben wird, Der Sumach iſt aus ſeinem Milchſaft und der Gattung, welche Giſcbaum( Toxicodendrum) heißt, als Giftig be- kannt. Die meiſien Rreuyzdorn Gattungen purgiren hef- tig, als der purgirende(catharticus, cervilpina) der Saul- baum(Frangula). Die Beere des Sclingbaums,
| des Tinus, des Waſſerholunders, des Spilibaums
und Celaſters freſſen nicht leicht: die Vögel. Daher muß man hier behutſam verfahren, und wenn ſie dereinſt von Jerz- | ten
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