Teil eines Werkes 
1 (1776) Des Ritter Carl von Linné Auserlesene Abhandlungen aus der Naturgeschichte, Physik und Arzneywissenschaft. 1
Entstehung
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XIV, Von den Kräften der Pflanzen, 313

Von den Mooſen ſind auch wenige eßbar. Die Jſlän- diſche Slechte(Lichen Iſlandicus) wird zwar durch das Kochen mild, und man macht Brey davon; allein ſie larirt doch und iſt alſo nicht ohne Scharfe. Die Schwämme, je

ne Götterſpeiſe, kommen oft auf vornehmer Leute Tiſch, doch

har noch niemand ſie als ein gutes Nahrungsmittel gerühmt, hingegen ſind viele davon geſtorben. Die meiſten Schwäme- me find giftig, ob ſie wohl durchs Kochen und Braten gelin- der werden.

GE 274

F. B. 6. 355.»»Die Pflanzen, welche ein von der »» Zlume abgeſondertes Honigbehältnis haben, ſind meiſtens »Jiſtig.

Dergleichen ſind die Biſchofsmütze,(Epimedium) der Schroarztümmel,(Nigella) die Akeley,( Aquile- gia) der Sturmhut,(Aconitum) der Zundskobl, ( Apocynum) der Aſclepias,(Aſclep.) die VIarciſſe, (Narciſſus) die Zonigblume,( Melianthus) der Horn» kümmel,( Hypecoon) das SpringFraut,(Impatiens) die Üionotrope,( Monotropa) die Darnaßie,(Parnaſ- ſa) die Llieswurz3,(Helleborus) welche alle giftig ſind. Die Schwalbenwurz Aſclepias iſt die einzige Gat- tung, welche Heilkrafte beſißt, und keinen Milchſaft har. Taßz man ſie aber mit den Stahlianern nicht ohne Vorſicht brauchen darf, das lehret das Hornvieh und die Pferde, welche dieſe Pflanze ſo lange unberührt laſſen, bis ſie der Froſt geſchwächt hat. Zwey Kennzeichen verrathen, daß fie giſtig iſt, ſo wohl ihre Honigbehältniſſe, als auch ihre Fa- milie, welche zur 29. Ordnung gehört. Dies gilt von allen darian vorfommenden vierher gehörigen Pflanzen.

S. 28.

10,16. 35% Die milchſafrige Pflanzen ſind »gemeiniglich giſtig, doch ſind diezungenförmitge(Semi- püuiguiolae) ves Taurnefort weniger giſtig«*

15 Unter