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x. Von der Begattung der Pflanzen, 29
Blumen: oder wenn dieſer nach der oberen Seite zu gebeugt iſt, ſo folgen ihm die Staubfäden nach; wie in der Rlaſſe mit zween längeren Staubſaden. Neiget ſich end- lich der Stempel: ſo erheben ſich die Staubfäden; wie z. B. bey den Caſſienarten und dem YWintertrün(pyrola)
mit aufſteigenden Staubfäden, und herabhän-
genden Stempel.
Drittens: aus der Zeit. Die Staubbeutel und Narben blühen zu gleicher Zeitz und das nicht allein, wenn
ſie auf einer einzigen Blume, ſondern auch, wenn ſie auf|
verſchiedenen Blumen wohnen. So taſſen z. E. die Haſel- ſtaude(corylus) die Birke(berula) und die Erle.(alnus) niemals ihren Blumenſtaub fahren, ehe die unten wohnende Narben heraus gewachſen ſind. Auch die männliche 55at1f> pflanze, ſchüttelt niemals den Staub ab/ ehe die Stempel der weiblichen Pflanze zum Vorſchein kommen,
Viertens: die Sächer. Touyrnefort glaubt, die Staubbeutel verträten das Amt der. Jiierenz, ſie reinigten nehmlich die Nahrungsſäfte(Uagog. 69.)- Da ſie aiſo die untaugliche Theile des Nahrungsſaſtes aus der Pflanze in ſich zögen: ſo würden ihre Klappen durch den geſammel= ten Unrath geöfnet( Ebendaſ. S. 70.). Pontedera iſt der Meinung: die Staubbeutel ſeyen nichts anders, als eine Samimnlung von Bläschen, die einen beſonderen Saft anzö= gen, und durch die Träger zur Frucht brächten; da er als- dann zu dem embryoniſchen Saamen verwendet würde( S. anthol. 67.)+ Allein dieſer Meinung ſtehet die Rlaſſe mit ganz getrennten Geſchlechtern entgegen, die Figur des Blumenſtaubs, die Capriſication*), und die Cultur der Palmbäume. Schneidet man die Staubbeutel auf; ehe ſie ihr Mehl fahren laſſen: ſo findet man ſie eben ſo fünſtlich
gebaus
*) Was die Caprification iſt, hat der Autor ſelbſt in einer der folgenden Abhandlungen vom Seigenbaum yp ertlärt, die ich dereinſt überſetzen werde, A+ de Ur


