2 1. Von der Begattung der Pflanzen.
Einer Pflanzenart gemachte Bemerkung auf alle andere an- zuwenden.
Auch die Völker, welche die Piſtacie und Feige.als Gar- tengewachſe zogen, beförderten mit bülfreicher Hand die Be- fruchtung dieſer Pflanzen; machten aber aus Unwiſſenheit der Naturkunde, keinen Schluß auf ein verſchiedenes Ge- ſchle<t. Daß endlich von jeher die Pflanzenkenner, unter denen Theophraſt, Plinius und C. Bauhin c. vor- zügliche Stellen behaupten, ſowohl Bäume als Kräuter in ihre zwey Geſchlechter getheilt haben: daran laſſen uns die glaubwürdigſten ſchriftliche Denkmale nicht zweifeln. Daß ihrer aber viele ſich vom Wege der Wahrheir verirret, und oft Schein für Weſen gehalten haben: iſt auch offenbar. Denn da ſie die Geburtsglieder bey Unterſcheidung der Ge- ſchlechter gar nicht in Betrachtung zogen: ſo haben ſie nicht ſelten den weiblichen Pflanzen männliche, und den männlichen weibliche Nahmen gegeben. Zum Beyſpiel kann man den Hanf, das Bingelkraut, den Hopfen und mehrere. anführen, wo fie zum deutlichen Beweiß ihrer groben Unwiſſenheit die wahre Weibchen Männer, und die Männer Weibchen ge- nennt haben. Sie glaubten auch an ein doppeltes Geſchlecht bey den Eichen, Linden, Kiefern, Tannen und mehreren; die hinlängliche Kennzeichen aber beyde Geſchlechter von ein- ander zu unterſcheiden, hat erſt das neuere und hellere Zeit« alter angegeben,
Im ſiebzehenden Jahrhundert, ſahen die meiſten und größten Kräuterkenner, auf die Hypotheſe von den Geſchlech- kern der Pflanzen, als auf eine neue Grille, auf eine lächer- liche Hirngeburt, womit man die gelehrte Welt täuſchen und zum beſten haben wollte, mit Verachtung herab. Unter die» ſen war Bauhin, Nloriſon, Tourneforc und andere mehr.
Jm Jahr, 1676. ſcheint Thomas Nellineton ein Engliſcher Nitter, der erſte geweſen zu ſeyn, der ſich mit gr0-
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