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ſchmalere Erdſtreifen ausſchneiden zu können, ohne
hiezu viele Mühe und Zeit verſchwenden zu müſſen.
5) Er muß einen Erdſtreifen, ſowohl in gleicher Tie- fe von dem Untergrunde auffaſſen und rein herqus- heben, als ſenkrecht von dem feſten Lande, ge- wöhnlich linker Seits, abſchneiden, und dieſen Erdſtreifen, in ſeiner Mitte gebrochen, eigentlich gebogen, herumdrehen, und umgekehrt auf die rechte Seite dergeſtalt herumlegen, daß die Schwa- de oder Ackerkrume der Einwirkung der Egge mög- lichſt ausgeſeßt werde.
6) Die Güte eines Pfluges beſteht alſo darin, daß er alle dieſe Forderungen auf das möglich beſte, mit dem mindeſten Kraftaufwande des Zugviehs und gleichſam von ſelbſt, ohne große Anſtrengung des Führers, erfülle.
Daß unſer Brabanter Pflug nicht nur alle dieſe 6 Haupteigenſchaften beſißt, ſondern zugleich auch als das vollfommenſte Muſterbild eines guten Pfluges aufgeſtellt werden kann, beweiſen nicht allein die gründlichen Urtheile ausgezeichneter Oekonomen, ſondern auch hauptſächlich folgende Thatſachen:
1) Herr Witte auf Falkenwalde im Preußiſchen, ſagt in den Thärſchen Annalen des Ackerbaues 6r Jahrg. 1810. Novbr. u. Decbr. Heft. Seite 577 von dieſem Brabanter oder Belgiſchen Pfluge: „„ Sh geſtehe, daß ich nie einen Pflug ſah, der „allen Erforderniſſen eines guten Inſtruments der „„Art ſo vollfommen entſprach und der mit ge- „ringen Abänderungen auf ſo verſchiedene Arten „von Boden anwendbar war. Jeder Bauer ak- „fert damit, und jeder gute Schmidt weiß, oh- „„ne, wie in England zum Schmalſchen Pfluge, ei- „„e Form auf dem Ambos zu haben, dem Schar- „„and Streichbrett die richtige Wölbung zu geben. „„ Außcrordentlich leicht und wohlfeil iſt dieſer näm- „liche Pflug gemacht, wo ſandiger Boden iſt.


