wirth, der von ſeinem Water oder von ſeiner Kind- heit an ein Gewerb treibt, nicht gerne von einem, der es nicht ſo betreibt, Belehrung annimmt; aber gerade, wenn uns ein Verfahren zur Gewohnheit geworden iſt, gehen wir nicht gerne davon ab, man liebt das Alte zu ſehr, und dann bemerken wir die
Fehler nicht, die wir begehen, weil wir glauben, et-
was recht gut zu beſiken und es könne nichts beſſe-
res mehr geben.=- Allein, der Hochanſehnliche land- wirthſchaftliche Werein muß vermöge ſeines hohen
Zweckes gerade dieſen ungereimten Meinungen und
eingewurzelten alten Worurtheilen kräftigſt entgegen
zu wirken ſuchen, und deßhalb an dem Grundpfeiler des Ackerbaues-- oder am Pfluge--zuerſt anfan- gen, um der landwirthſchaftlichen Induſtrie einen de- ſiv größern Schwung zu geben. Hierauf geſtüßt und der nicht zu berechnenden VWortheile verſichert, welche mittelſt Einführung eines guten Pfluges in der
Agrikultur erzweckt werden, ward beſchloſſen: den
Brabanter Pflug aus Hohenheim anzukaufen.
Bevor wir jedoch zu der nähern Beſchreibung dieſes Pfluges ſchreiten, wollen wir vor allen Din- gen die Haupteigenſchaften, die einen Pflug ſehr empfehlen dürfen, hier anführen:
1) Er muß ſo einfach, wie es ſeinem Zwecke nach möglich iſt, ſeyn, und keine überflüſſige oder ſolche Theile haben, deren Zweck auf eine andere Art leichter erreicht werden könnte.
2) Er muß: wohlfeil ſeyn. Hier kömmt es aber nicht auf den Preis des erſtern Ankaufs, als darauf an, daß die Unterhaltung deſſelben weniger koſte.
3) Er muß dauerhaft und nicht wandelbar ſeyn; daß er nicht viele Revarationen erfordere, die der Arbeit nur ſchädlich werden und dadurch zu häufig eine Störung und Aufenthalt in der Arbeit veranlaſſen.
4) Daß man mit dem Pfluge ſolche Stellung machen Fann, um damit tiefere oder flachere, breitere oder


