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Alpenthälern, in welchen bisweilen Berge mit Bäu- men, Geſträuchen und Wieſen vorfommen, die of- fenbar aus ſolchen Schuttkegeln entſtanden ſind, und deren, von durchſiferndem Waſſer, gelockerte Maſſe an tiefer gelegene Stellen nach und nach fortge» führt wird.
Gr 31.
Das Eis wirkt mit einer Kraft, der nichts zu widerſtehen vermag, auf die Fortſchaffung der Steine und des Schuttes, welches am deutlichſten an den Gletſchern zu beobachten iſt, durch deren Fortwäl- zung nicht ſelten hohe Wälle von Steinen und Schutt zu entſtehen pflegen. Auch bei unſern Berg- ſiromen kann man im Winter beobachten, wie mit Hülfe des Eiſes gewaltige Steinmaſſen fortgeführt werden. Die oft unglaublich großen, in Deutſch- lands Ebenen und Dännemarks Inſeln zerſtreueten, den Ackerbau nicht ſelten hindernden Steinmaſſen, an deren Urſprung in Norden man nicht wohl zwei- feln kann, ſind aus Finnland, Norwegen und Schwe- den wahrſcheinlich auf dieſelbe Weiſe in jene Ge- genden geführt, und zwar zu der Zeit, in welcher die Ebenen Norddeutſchlands ſowohl, als die übri- gen am baltiſchen Meere gelegen noch unter Waſſer ſtanden.
6.032:
Bei der Bildung des ſecundairen Bodens ſpielt
das Waſſer eine mächtige Rolle. Durch daſſelbe


