6.4428; Bisher haben wir den Boden betrachtet, wie er an dem Orte ſelbſt vorkommt, wo er aus dem unter ihm liegenden Geſtein entſtand. Jeßt wollen wir aber auch die Verhältniſſe betrachten, welche zwiſchen der feſten Erdrinde und dem von ſeinem Entſtehungsorte fortgeführten ackerbaren Boden ſtatt finden. Die Eigenthümlichfeit und Natur der Ge- ſteinarken hat auf dem von ſeinem Erzeugungsorte durch verſchiedene Krafte mehr oder. weniger fortge- führten und in verſchiedene Formen und Zuſammen- ſetzungen niedergelegten ſecundairen Boden nur einen entferntern Einfluß. Dennoch kann aber nicht ſel- ken leicht und beſtimmt nachgewieſen werden, daß ſie bei der verſchiedenen Bildung und Vertheilung des fortgeführten Ackerbodens wirkend geweſen ſind und von ihnen der Stoff gegeben worden iſt. Un- terſuchungen in dieſer Beziehung ſind für den Acker- bau von großer Wichtigkeit, weil er vorzüglich auf Boden ſecundairer Formation angewieſen iſt. Die Verſchiedenheit des ſecundairen Bodens hängt vorzüglich ab: 1) von der Natur der in den Geſteinarten vor- handenen Stoffe z 2) von der Art und Wirkung der bewegenden Kräfte; 3) von den Veränderungen, welche der ſecundaire Boden nach ſeiner Bildung erlitten hat,
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Versuch einer geologischen Begründung des Acker- und Forstwesens / von Johann Friedrich Ludwig Hausmann. Aus d. Lat. übersetzt von Franz Körte
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