Druckschrift 
Versuch einer geologischen Begründung des Acker- und Forstwesens / von Johann Friedrich Ludwig Hausmann. Aus d. Lat. übersetzt von Franz Körte
Entstehung
Seite
450
Einzelbild herunterladen

-- 450-=-- Verhältniß zuſammengeſeßt, ihr Zuſammenhang hin- länglich loer und zur Aufbewahrung der nothwen- digen Feuchtigkeit geeignet. Der aus Granit ent» ſtandene Boden iſt der Vegetation weniger günſtig, wenn der Quarz in demſelben vorherrſcht, wenn das Waſſer nicht ablaufen kann und Sümpfe erzeugt, in welchen nur wenige nüßliche Pflanzen gedeihen. Beiſpiele hiervon findet man auf dem Harze. An ſolchen Orten wird leicht Torf erzeugt, der zwar von großen Nußen, aber doch nicht dem, wel- <en der Wald- und Ackerbau gewährt, gleichzuſtel- len iſt. Nach dem Granite folgt, in Beziehung auf die Bildung des Aerbodens, der Syenit und die ſchr häufig vorkommende Hornblende. Die lekte Stelle in dieſer Klaſſe gehörk dem Grünſteine, welcher ſowohl der mechaniſchen als<emiſchen Zer- ſetzung gleich mächtig widerſiehet. Unter den kryſtal- liniſch» ſchiefrigen Geſteinarten ſteht der Glimmer- Fchiefer dem Gneiße am nächſten, welcher aber, des Mangels an Feldſpath wegen, einen weniger fruchtbaren Boden bildet. 64423.

In die ſechste Klaſſe ſielle ich die ſchiefri- gen, entweder einfachen oder<emiſch zuſam- mengeſeßten Geſteinarten, welche der<emiſchen Zerſidrung nicht leicht unterliegen; zuerſt ihren na-

. fürlichen Riſſen nach ſpalten, und dann in eine Erd-

maſſe, welche mit Waſſer einen Brei bildet, mecha-