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Versuch einer geologischen Begründung des Acker- und Forstwesens / von Johann Friedrich Ludwig Hausmann. Aus d. Lat. übersetzt von Franz Körte
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In die zweite Klaſſe gehört der dichte Kalk- ſtein, welcher zu der auf der Oberfläche der Erde am meiſten verbreiteten Geſteinark zu zählen iſt. Seine Beſtandtheile werden weder vom Waſſer, noch von der atkmoſpäriſchen Luft angegriffen, aber da ſei- ne Theile weniger Cohäſion haben und in einem be- deutenderen Grade von einander getrennt ſind, als jene Geſteinarten der erſten Klaſſe, ſo werden ſie auch leichter von mechaniſchen Kräften getrennt und gelöſt. In Gegenden, deren Unterlage Kalk iſt, kommt nur eine flache Schicht Erde und viel Stein- gerölle vor. Da die Erde, welche aus der Verwit- terung des Kalkſteins entſtanden iſt, viel Kalk entk- hält, ſo kann ſie weder der Vegetation überhaupt, noh dem großten Theile unſerer Culturpflanzen gün» ſtig ſeyn. Boden dieſer Art iſt ſehr hißig und ſtei- nig; es läßt ſich daraus erklären, warum Gegenden, wo der reine kohlenſaure Kalk vorherrſcht, ſehr oft unfruchtbar ſind. Ganz anders iſt dieſes aber, wo der Kalkſtein thonigte Beſtandtheile enthält 3 aus ſol- hen kann ein ſehr fruchtbarer Boden entſtehen 3 eben ſo wenn mit Lagen von reinem kohlenſauern Kalk: ſtein, Lagen von andern Geſteinarten wechſeln, wel- <es auf die Erzeugung des Fruchtbodens von gro- ßer Wichtigkeit iſt.

Kohlenſäure enthaltendes Waſſer löſt, wenn es durch Kalkgebirge fließt, den Kalk auf, und ſeßt an