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Versuch einer geologischen Begründung des Acker- und Forstwesens / von Johann Friedrich Ludwig Hausmann. Aus d. Lat. übersetzt von Franz Körte
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hält um ſo kürzere Zeit an, als ein um ſo beſſerer Wärmeleiter die felſigte Unterlage iſt. Die dichten kryſtalliniſchen Geſteinarten haben wahrſcheinlich ein größeres Wärmeleitungsvermögen als die mehr lok- kern, die Kieſelerdehaltigen ein größeres als die, wels <e Thon und Kalkerde zu ihren Beſtandtheilen ha- ben. Der Einfluß eines felſigten Untergrundes muß daher in dieſer Beziehung um ſo größer ſeyn, um ſo flacher der Ackerboden iſt; aus dieſem Grunde iſt daher der Erfolg, welchen das Wärmeleitungsver- mögen auf die Vegetation hat, da vorzüglich auffal- lend, wo die Wurzeln der Pflanzen auf die Ge- ſteinmaſſe ſtoßen, wie dieſes z. B. nicht ſelten in "Weinbergen der Fall iſt. Der Weinſtock gedeihet oft an Bergabhängen vorkrefflich, an welchen er zwiſchen Steingerölle und Felſentrümmern ſeine Wurzeln ſchlägt. Die Erfahrung lehrt, daß die Eigenthümlichkeit der Geſteinark, aus welcher der Weinberg beſtehet, auf die Qualität des Weines Einfluß hat. Albert der Große bemerkt ſchon, daß der Weinſtock in einem Boden, der mit Stücken ſchwarzen Dachſchiefers ge- mengt ſey, vorkrefflich gedeihe*); der berühmte Humbold hat beobachtet, daß der Weinſtock, wel- <er an den Bergen des Nheinthals, die aus ſchwar-

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x) Von den Pflanzett. Buch Vl3. Kap. IV. Alberts des Großen Werk(Leyden 1651) YV. Th. pag. 506.