SEESEN
-- 4299-- hin- 10 oder 15 Graden überſteigen, und daß eine Nei- LE gung von 20 Graden ſchon zu abſchüſäg ſey. Bei
Ty: einer Neigung von 40 Graden habe ich zwar oft vpe noch beraste Felſen geſehen, allein unter einer grö- "ſind ßeren Neigung pflegen dieſelben von Erde und Pflan- 4“ de zen vollfommen entblößt zu ſeyn. Auf dem Obe» jWſien harze iſt die gewöhnliche Neigung der Bergabhänge b HB 25 Grad, und ſie pflegt nicht 35 Grad zu überſtei- dieſee gen, unter welcher Neigung noch Buchen und Roth- kannen wachſen. Die ſteilſten Abhänge, an wels ſett-.| chen man noch Wieſen findet, hat eine Neigung von mw 30 Grad. m, Die Wurzeln der Pflanzen, beſonders die der iim| Gräſer, Sträucher und Bäume, tragen zum Schuke wir der locfern Erde auf'den Felſenabhängen ſchr viel eim 4 bei. Man verhüte daher, daß die mit Raſen und Ww| Waldungen bewachſenen Bergabhänge, behufs des hſw| Ackerbaues, urbar gemacht, d. h. die Raſen abge- Gw| ſchält und die Waldungen ausgerodet werden. In 1 37 Norwegen, bei Röraas, habe ich Berge geſehen, Re- welche ehemals mit Waldungen beſeßt waren, jekt "u| aber ohne die geringſte Vegetation ſind, weil keine ew| Pflanze, des Mangels an Erde wegen, mehr Wur- g di" zel ſchlagen kann. Dieſelbe traurige Erfahrung habe (| ve ich in mehreren Alpengegenden gemacht, wo breite Bergrücken, ſonſt mit Waldungen beſeßt, jeßt, we- "+ gen der länger ſtatt gehabten unregelmäßigen Nu-
kung der Waldungen, die nackten Felſen zur Schau


