Druckschrift 
Versuch einer geologischen Begründung des Acker- und Forstwesens / von Johann Friedrich Ludwig Hausmann. Aus d. Lat. übersetzt von Franz Körte
Entstehung
Seite
419
Einzelbild herunterladen

hq, haf das

ſerſſe

e wat Paſſt + hus

ew IV

ZE

KE GE ZM

-- 419- Ackerboden iſt, da bildet er das trennende Glied

FEINhen dem Luftmeere und dem Geſtein, und iſt

das poröſe Mittel, vermöge deſſen ſowohl die wäß» rigen als die elaſtiſchen(ätheriſchen) Theile der Ak- moſphäre bald mehr bald weniger auf die Oberfläche des Geſteins zu wirken vermögen. Sehr ſelten lie- gen Schichten von Fruchterde unter Schichten ande- rer dichter Stoffez3 wo ſie aber alſo gefunden wer- den, ſind die bedeckenden Schichten vulkaniſchen Ur» ſprungs. Vorzüglich merkwürdig iſt in dieſer Bezie- hung die Inſel Bourbon, auf welcher große von Pflanzen, ja ſelbſt von Wäldern bedeckte Strecken durch Schlackenſtröme verwüſtet und verſchüttet wor- den ſind*).

Der Fruchtboden hängt, ſowohl hinſichtlich ſei- ner Lage als auch in Rückſicht ſeiner Beſtandtheile, von der Beſchaffenheit der Geſteinarten ab, welche die Rinde der feſten Maſſe der Erde bilden. Die Oberfläche der Geſteine bildet die Baſis des Frucht» bodens, und durch die äußere Form der erſtern wird vorzüglich die Form und Schichtung des leßtern be- ſtimmt. Der Fruchtboden iſt, im Vergleich mit der Geſteinark, aus welcher die Rinde der dichten Maſſe der Erde beſteht, ſtets ſecundairer Formation, denn

x) Reiſe in die vier vorzüglichſten Inſeln der Meere von Afrika. Von Hrn. Bory de St. Vincent. Th. 11. pag. 274. 288. 394.

ATZE