Druckschrift 
Versuch einer geologischen Begründung des Acker- und Forstwesens / von Johann Friedrich Ludwig Hausmann. Aus d. Lat. übersetzt von Franz Körte
Entstehung
Seite
418
Einzelbild herunterladen

--= 418=-- erſten Blicke in dem Acker- und Walbau überhaupt p|

beſtatigt. Wenn es nun, wie der Dichter erinnert,"x

unſere erſte Sorge ſeyn muß, zu erforſchen, welcher 40E das p

13 20 Boden einer Pflanzenart zuſagt und welcher nicht*),| rigen en ſo müſſen wir vor allen Dingen die phyſiſchen Be- moſp) ES va dingungen aufſuchen, die auf die Vegetation vom des 6 UN höchſten Einfluſſe ſind. gem GEIBSDUE Unſere Culturpflanzen ſind ohne Ausnahme un- rer die WILEN ſerem Ackerboden gleichſam gehörig worden. Mit den ſ = den Wurzeln, durch welche fie ihre Hauptnahrung ſprung aufnehmen, dringen ſie in die Erde, die ihnen theils| hung|

16 a zur feſten Baſis dienk, theils auch es ihnen mög- Pflanze = lich macht, ihre Nahrungsmittel ſowohl zu bereiten durch

Y 3 als aufzubewahren.=- Mit dem den Wurzeln ent- den fin 207 gegengeſeßten Theile erheben ſie ſich in die Atmo- dD

ſphäre, welche nicht nur zum Pflanzenleben ſelbſt

nothwendig iſt, ſondern auch den Vegetabilien des n

Lichts erwärmende und belebende Strahlen gewährt.Ds

(48: Hieraus erhellt, wie wichtig die verſchiedene Beſchaf- fert R H SIE fenheit des Bodens und der Atmoſphäre für das

2 Gedeihen unſerer Culturpflanzen ſeyn muß. Hodens

Der Fruchtboden der Erde bildet die äußerſte vorzugl

u ie Schicht der ſtarren Maſſe, aber er umgürtet ſie nicht fimmt,

EE ununterbrochen, ſondern wird theils durch Waſſer, Geſtein

02 theils durch ewigen Schnee und ewiges Cis, theils der Er

; 5 durch die Abgründe der Gebirge unterbrochen. Wo=--

Ki 22087*) Nei,

EIE x) Virgil Landbau. 1. 53. Af

vag