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Der Kemperhof : Mit Hinsicht auf den Betrieb der Landwirthschaft in der Gegend von Coblenz / Von Joseph Anton Hergen
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157
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ben, ihnen auch) eher zuweilen ein Trinkgeld als ein be- ſtimmtes Lob über einen Gegenſtand ertheilen, ſonſt glau= ven fie am Ende für jede ihrer Schuldigkeiten gelobt und belyhnt werden zu möſſen und muFjen wenn dieſes nicht geſchieht,

Kleine Diebſtähle, beſonders an Vickualien achten fie nicht, man muß ihnen daher die Gelegenheit hierzu möglichſt benehmen, Man irrt ſehr, wenn man durch religidſe Mittel auf ſie zu wirken gedenkt; haben ſie dies einmal gemerkt, Flugs hat das ganze Haus die Larve angelegt, ſchelimt dann und ſtiehlt unter dieſem leichten älles beſchönigenden Mantel, und wehe dem der ihn nicht bei Zeiken zu lüften verſteht. Auch glauben ſie än Geſpenſter fürchten ſi auch davor am Tage, iſt äber ein Schelm- oder Liebesſtuäsc<en bei Nacht auszu- führen, ſo übernehmen ſie gleich ſelbſt die Rollen der Hexen nnd Poltergeiſter. Hat man erträgliches Geſinde, hat man das ſeinige zur Ordnung und Arbeitſamkeit Fe? wdhnt, ſo wird es ſehr oft durch ſchlechtes Geſindel, deſ= ſen nicht weniger auf dem Lande als in der Stadt anz getroffen wird, verführt und I. Cine Inconves- nienz, welcher nicht leicht, beſonders beim Mangel guter Geſindeordnung und ihrer Ausführung geſteuert werden

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kann; um ſo mehr das dem Aerbaue ſo ungünſtige Solz datenweſen hinzutritt. Hat man Knechte, bevor ſie in

Dienſte treten, ſo ſind es kraftioſe Kinder, haben ſie ihre

Dienſtzeit zurüFgelegt, ſo kommt vollends niemand mit ihnen aus, ſie wandern vdn einem zum ändern, Leute,

welche ſchon todtgeſtochen, und todtgeſchofſen, gebrannt,