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Der Kemperhof : Mit Hinsicht auf den Betrieb der Landwirthschaft in der Gegend von Coblenz / Von Joseph Anton Hergen
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ben gewohnt, ſie iſt durhaus nicht minder koſtbar wie in der 7 und es iſt eine gut und weiſe Oekonomie nothig, damit ſolche nicht fehr koſiſpielig werde, beſonders der Quantität der zu verbrauhenden Speiſen wegen. Man muß im Durchſchnitt mit weniger Modification, auf den Tag 3 Pfund Brod, ZF Pfund Fleiſch, 75 Pfd. But- ter, x Maaß Milch, 2 Maaß Suppe, und 2 Pfd. Gez müſe rechnen.

Cs iſt ohne es geſchen zu haben kaum glaublic, welche Portionen der- Bauer zu ſich nimmt, Fette Spei- ſen liebt er nic<t ſo ſehr als ſteife Suppen, Brey, NMeölſpeiſen, und alles was nicht zu ſehr gekäuet werden muß, damit er keine Arbeit bei Tiſche hat, und ſich zugleich ausruhen kann. Geine Speiſen müſſen durch- aus, wie er es gewohnt iſt zugerichtet ſeyn, ſonſt beißt es nicht ein, und erhohlt ſich an Butter und Brod. Hat er den Magen voll, fo genügt dieſes nicht im- mer, auch die Taſchen müſſen voll ſeyn, ſollte er es auch in Scheunen und Ställen herumwerfen; des8wegen die Aufmerkſamkeit auf die Speiſung des Geſindes ſehr

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nothwendig iſt; ihre Vernachläſſigung kann zum größten

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Schaden führen. Nur in Gegenden, wo man mitunter eine kleine Prügelſuppe auftiſchen kann, iſt es thunlich, ein Deputat in ein oder anderer Speiſe zu geben, be- kommen"e dieſes, es ſey Brod, Butter oder Brannts- DEN 3;'(73 FZ c. wein auf die Woche, ſo iſt es oft in der erſten Hälfte ſchon De: oder verkauft, und in der leßten wird ge- darbt, gebettelt oder geſiohlen.

Die pünktlichſte Einhaltung der Speiſe- Stunde iſt