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Der Kemperhof : Mit Hinsicht auf den Betrieb der Landwirthschaft in der Gegend von Coblenz / Von Joseph Anton Hergen
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SENSEI

Bei der vorigen Negierung ſollte jede Gemeinde eine öffentliche Bautüſchule haben, welche der Schullehrer unz ter ſeiner Auffſicht haben ſollte, ſie ſind theils nicht über- all zu Stande gekommen, theils aus Manget an Pflege wiederum eingegangen. Es wäre nicht ohne Vortheil gez weſen, wenn man auf ihre zwe>mäßige Anlage und auf ihre Fortdauer geſehen hätte, beſonders in hüglichten Gez genden, wo die Obſibäume an den Abhängen Schutz vor heftigen Winden haben, vorzüglich gedeihen und vfter tragen, folglich die Obſtcultur, wenn ſie mit Einſicht und Mäßigung betrieben wird, viel einbringt. Wir haben hier Dvrfer, welche A>er und Weinbau ha- ven, aber das Gerathen des Obſtes dem des Weines vorzießen,

Hauswirthſ<aft.

Kein Geſchäft mögte wohl, wenn es gehdrig und zwe>mäßig geführt werden ſoll, eine ſo ununterbrochene Aufmerkſamkeit erfordern als die Landy virthſchaft, doch er- heiſcht das eigentliche des Aerbaues und der Viehzucht nicht ſo viel Nachdenken, und macht dem Wir the ſo viel und mancherlei Sorgen als die Hauswirthſchaft, und die Hausfrau hat in einem nur eben bedeutenden Haushalte auf dem Lande einen Stand, der nicht zu beneiden iſt.

Selten machen ſich die Bewohner der Städte einen richtigen Begriff, wie ſehr die DBU dieSitten, die Meinungen der Landleute von den ihrigen verſchieden