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Bigem Düngerſtande ſich befänden. Die Weinberge er- fordern vielen Dung und mehr wie der AFerbau; wo ſoll dieſer hergenommen werden, beſonder3 da man die Mittel zum Erzeugen des Düngers auf alle Weiſe er- ſchwert? Dieſer Gegenſtand iſt viel wichtiger als er bei oberflächlicher Anſicht erſcheint, da der gut gepflegte und gedüngte Weinberg nicht allein mehr, ſondern auch beſ- ſern und geiſtreichern Wein liefert, welcher folglich auch theurer bezahlt wird.
Indeſſen wird hieran wenig gedacht; wenn der Land- mann nur die Abgaben bezahlt, wie er es beſchafft, ob er es beſchaffen kann, darum kümmert ſich niemand, des- wegen auch der Winzer größtentheils in einem mitleids- werthen Zuſtande zu leben gezwungen iſt, dem wo nicht ganz, doc< gewiß einigermaßen abgeholfen werden könnte. Statt deſſen erſcheint ein neuer Comet, der in ſeinem Scweife die Trankſteuer in der Art ankündiget, daß man ſogar die Erlaubniß erkaufen muß, von ſeinem ſelbſt ge- zogenen Weine zu trinken. Größtentheils trinkt hier jedoch der Winzer ſeinen Wein nicht, ſondern verſpeiſt ihn ſchon, bevor er gewachſen iſt, indem er ſein Brod gewöhnlich das Jahr hindurch borgen muß, und mit dem aus ſeinem Weine gemachten Erlbs zahlt. Nun ſoll er, bevor er den Wein verkauft hat, ſchon die Steuer bezahlen, ſomit nimmt dieſe Auflage den Character einer neuen Grund- ſteuer an, welche um ſo drüFender iſt, da der Weinbau ſchon an ſich hoch in Steuer geht.


