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Der Kemperhof : Mit Hinsicht auf den Betrieb der Landwirthschaft in der Gegend von Coblenz / Von Joseph Anton Hergen
Entstehung
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haben, der Entſchluß mußte kurz ſeyn, man war in Er- wartung, was ich thun würde.

Ih ließ meinen Roggena>ker mit eiſernen Eggen tüchtig kämmen, Spelz aufſäen und unterpflügen.

Meine Nachbarn wußten nichts einzuwenden, aber die verlorne theure Saat, der Scheſſel koſtete nehmlich 4 Rthlr. 8 gGr., ließ ſie lange deliberiren, ob ſie folgen oder es abwarten ſollten.

Die Roggenſaat wurde von Tag zu Tag kärglicher, und verlor ſich ſtellenweiſe ganz; ſie mußten nun zu ſpät zu dem einzig übrigen Mittel greifen, und Spelz aufſäaen.

Im folgenden Frühjzahre zeigken ſich die Saamen- blätter des Spelzes nicht häufig, dennoch ließ ich kühn meinen Spelza>er, auf welchen ſich noch viele Grasklo- ten befanden mit eiſernen Eggen füchtig hernehmen.

Dieſe Verrichtung hier nicht üblich, gab zu mehre- ren die Sache nicht genehmigenden Discuſſionen Veran- laſſung; ſo mit einer Saat umzugehen, welche kaum ge- ſproßt, vielweniger an Ueppigkeit leide, ſchien ein mehr als thbriges Verfahren, und ſelbſt Wirthe, welche ſich ſonſt gern eine Verbeſſerung gefallen ließen, konnten die- ſer Operation ihren Beifall nicht geben.

Da der ſo behandelte Aker an der Straße lag, ſo hatte dieſe Behandlung vielen Tadel auszuſtehen. Ein Frennd, welcher um dieſe Zeit mich beſuchte, hatte ein Geſpräch zweier Landleute, welche vor ihm an dieſem AFer vorbeigegangen mit angehört. Mein Herr Hergen, == ſagte der eine mich apoſtrophirend,=-- daß geht ſo nicht

ſchad! ſicher hat,

ließ)