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Der Kemperhof : Mit Hinsicht auf den Betrieb der Landwirthschaft in der Gegend von Coblenz / Von Joseph Anton Hergen
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mehr zeigten. Im erſten Jahre war der großte Theil verſchwunden, bei der Wiederholung im folgenden Jahre zeigten ſic) nur wenige, und in dem nächſten waren ſie alle vertilgt. So einfach dieſes Verfahren iſt, ſo zwek- mäßig hab ich es gefunden und kann es jedem mit der größten Zuverſicht empfehlen.

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Nach dem Roggen iſt der Spelz die hier am häu- figſten angebaute Frucht.

So lange auch ſein Anbau hier betrieben wird, ſo wenig iſt man dennoch mit ſeiner Eigenſchaft bekannt. Allgemein iſt die Klage, er gerathe nicht mehr fo gut wie in früheren Zeiten, ohne zu bedenken wie ſehr die jeßige hier eingeführte MWirthſchaftsart verſchieden iſt von der ehemaligen, wo die ganze Flur in halber Brache lag.

Im allgemeinen wird auch mit dew Spelze ſo um- gegangen, daß wenn der Himmel nicht eine äußerſt günz ſiige Witterung kommen läßt, ſein Gedeihen unmöglich wird. Ohne Bedenken läßt man ſelbige allen Früchten folgen. Wann nichts mehr wachſen will ſo ſpricht der Bauer: ich denke ich ſäe noch einmal Spelz hinein; ſo ſäen ſie ihn auch zu jeder Zeit jo lange der Boden of- fen iſt.

Da ich beim Antritt meiner Wirthſchaft dieſe Frucht bei meinen Nachbarn nicht gut gerathen ſah, meine Aek- ker ſehr unrein waren, Jäten bei uns nicht Brauch iſt

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