Obſchon nur die nach dieſer Weiſe benußte Molke- rei einzig geeignet iſt, auf dieſe Art die Koſten die auf die Kähe verwendet werden, zu de&en, es auch für manz- <hen angenehm ſeyn muß, eine ſichere baare Einnahme täglich vor ſich zu ſehen, ſo muß ich dennoch geſtehen, daß ich nur ſehr ungern je wiederum eine Wirthſchaft haben mögte, welche mit einem Milchverkaufe verbunden wäre, denn ein Geſchäft, welches bei jeder Jahreszeit jeder Witterung, bei Arbeitz und Ruhetagen betrieben werden muß, wo man ſo ſehr an die mit dem Betriebe bekannten Menſchen gebunden, wo jede desfalſige Ver- änderung mit Nachtheil verknüpft, bei welcher jede Ver- ſpätung beim Aufſtehen, jedes Verſehen fühlbar iſt, folg- lich Wirth oder Wirthin jeden Morgen auf der Huth ſeyn müſſen, die Unpäaßlichkeit einer oder der andern damit beſchäftigten Perſon, gleich einige Hemmung verurſacht, hält viel zu ſehr in Athemz; hierzu kommen nun noch die Veruntreuungen des mit dem Milchverfaufe beauftrags= ten Geſindes, und die Loßgebundenheit, woran dieſe Menz ſchen ſich gewvbhnen, und ſolche vft denen zu Hauſe bleiben- den mittheilen, dies alles macht den Gewinn außerſt theuer. Dieſer Handel iſt denn auch die Urſach, daß es in den Hauswirthſchaften unſerer kleinen Bauern meiſt ſehr unz ordentlich hergeht, wenn ſie ſich mit dem Milchverkaufe beſchäftigen; am Morgen geht's über Hals und Kopf nach der Stadt, und nun kommen ſie ſelten vor Mittag nach Hauſe,“ man kann ſich denken, wie Küche und
(7. 1.h.
irthſchaft beſtellt find. Indeſſen rentirt auch oft eine


