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Nur mit der größten Vorſicht können Kreuzungen vorgenommen werden, wenn ſolche vortheilhaft ausfallen ſollen, es iſt viel rathſamer eine für gut anerkannte Race, wenn es auch etwas mehr Koſten verurſacht, rein einzuführen und ihre Augbreitung zu befördern. Man rann einen Viehſtapel zu großer Vollkommenheit brin- gen wenn man Gelegenheit und Geſchma> hat in den aufzuziehenden Stü>en eine gute Wahl zu treffen, und alles nicht gut ausfallende gleich ausmerzet, Man muß ſreilich nicht denken alle Vorzüge fämmtlicher Viehracen in einem Stapel zu vereinigen, beſonders da immer auch die Meinungen über ihre Vorzüge noch ſo ſehr getheilt ſind. So, um mich in IE Nähe zu halten, giebt man in der Pfalz der Landes- Rage, vor ver überrheiniſchen Bvgelberger den Vorzug zur Maſtung, und bei uns geht ein Fleiſcher nur ſehr ungern an einen fetten Och- fen, wenn er nur in etwas einem Pfälzer ähnlich ſieht, dagegen er einen überrheiniſchen Ochſen jeden: andern weit vorziehet.
Vorzüglich hat der Bauer bei uns auf die Dauer- haftigkeit der Ragen zu ſchen, kommt eine weichliche Art bei kargen Wintern nur in etwas zurück, ſo geht beinahe der ganze Sommer hin, ehe ſie auf guten Fuß zu brin- gen ſind, während erſteres Vieh gleich in einigen Wo- chen ſich wiederum im beſten Stande findet. Dieſer Nachtheil tritt beſonders gern bei dem ſchweren Marſch- viehe ein, wenn es auf einen Boden verſeßt wird, wel- eer die Futterfräuter nicht vollfommen abet, abe ſchreXend fehen die großen fee aus, wenn das Fut-


