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Der Kemperhof : Mit Hinsicht auf den Betrieb der Landwirthschaft in der Gegend von Coblenz / Von Joseph Anton Hergen
Entstehung
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Dünger auf 5 Morgen 4 Stü>X aufgeſtellt. Dieſes reichte aber bei hinlänglichen Futter und bei gehvriger Einſtreuung wegen zu großer Erſchöpfung des Bodens, welcher ohnehin ſehr Dünger verzehrend iſt, nicht zu.

I< muſte nun mehr Düuger, folglic) mehr Futter, und durfte doch auch nicht weniger Stroh haben.

I< ließ die Sache ſo einige Jahre gehen, um zu ſehen wie es ſich entwieln würde, und wie dem Man- gelhaften am beſien beizukommen ſey,

So geſtaltet, obſchon noch ſehr unvollkommen, wieß

meine Wirthſchaft ihre gute Procente aus; aber ich hatte nicht die Genugthuung meine erbauten Früchte in der erwänſchten Vollkommenheit zu ſehen, warum es mir doch einzig zu thun war, weil bei Erreichung dieſes Zwedkes, ich die ſichere Verfahrungsweiſe dazu zu ge=- langen, durch mich ſelbſten inne werden muſie.

Ohne Dünger iſt nichts, ohne hinlänglichen Dünger nichts Vollkommenes zu erlangen; wer dieſes, wie ich ſtufenweiſe erfahren, wer wie ich beobachtet hat, wie dieſelbe Pflanze erſcheint wenn man ihr nothdürftig, wenn mas ihr hinlänglich, und wenn man ihr Dünger vollauf zukommen laſſen kann, der wird nicht in Abrede ſtellen, daß der größte Reichthuim eines Landwirthes in der Düngergrube geſucht werden muß; und kein Wirth kann landwirthſchaftlich reic) genannt werden, bis daß er, wie einer meiner Freunde zu ſagen pflegt, im Miſte bis über den Ohren ſte>t.

Es iſt ein nur zu bedeutender Unterſchied, ein in gehdrigem Düngerſtande und richtiger Rotation ſich be- findendes Grundſtück fortdauernd in erforderlichem Stan-