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Der Kemperhof : Mit Hinsicht auf den Betrieb der Landwirthschaft in der Gegend von Coblenz / Von Joseph Anton Hergen
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durch entſtehenden hb<ſt verkrüppelten elenden Bauer- wirthſchaften das Wort zu reden.

Wie lange hat man ſich hierüber geſtritten, bevor man auf das ſo natürliche, ſo nahe liegende Urtheil des berühmten Thaer kommen konnte? welches gewiß für nun und immer dieſen Streit ein Ende gemacht hat.

Die ekelhafte Geldgier welche nicht gewinnen, ſon- dern alles allein haben will, hat die Zerſtückelungen bei uns ins unendliche getrieben, um den Preiß der Grund- ſiüe aufs höchſte zu bringen.

Cine ſchleunige Maaßregel der Regierung welche verordnete, daß die Grundſtüke nicht unter einen Mor- gen vertheilt würden, wäre jeßt gewiß nicht zu tadeln: ſollte ſol<e auch nicht ſtrenge durchgefährt werden Fbnnen, ſo würde ſie denno) von guten Folgen ſeyn. Nach meinen darüber angeſtellten Beobachtungen habe ich gefunden, daß die zu kleinen AFerſtüke ſtets ſchlech- ter gebaut, und von den Cigenthümer weniger geachtet werden,

Für gewöhnliche Bauern ſind große Wirthſchaften freilich wenig geeignet, es hdrt ſchon mehr als eine ge- wöhnliche Regſamkeit dazu eine Wechſelwirthſchaft ohne Brache auf einer Grundflähe von 200 Morgen mit Stallfütterung auszuführen, beſonders wenn der Boden nicht leicht iſt. Dagegen ſind die kleinen Wirthſchaften ein wahrer Ekel für jeden denkenden Wirth.

In der Nähe der Stadt ſind Wirthſchaften von funfzig Morgen ſelten, am häufigſten werden ſie von zehn zu fünf und zwanzig angetroffen.

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