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Der Kemperhof : Mit Hinsicht auf den Betrieb der Landwirthschaft in der Gegend von Coblenz / Von Joseph Anton Hergen
Entstehung
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ſtenden Völkern, ohne zu erblbden an die Seite ſtellen konnten.

Im allgemeinen iſt ihre LebenSart ſehr mäßig, Rog- genbrod und Kartoffeln ſind ihre gewöhnlichſten Nah- rungsmittel. Ein Glas Wein der einzige Genuß den ſie ſich zuweilen zukommen laſſen. Ihre Körper ſind daher auch bei reifern Jahren zeitig abgelebt, indem durch die Arbeit in den Weinbergen, die nicht allein ſehr be- ſchwerlich iſt, ſondern auch den Winter hindurch unun- terbrochen fortdauert, ihnen die Ruhe verſagt iſt, die der Nordteutſche in ſeinen langen Wintern auf der Ofenbank genießt.

Ihre Kleidung hat ſich in neueren Zeiken ekwas ver- ändert, ſie tragen ſtatt der ehemaligen leinenen Kütteln, blaue Hemden, wie die Niederländer.

Ihr Element iſt ein ungebundnes Leben, welches man ſie dennoch nie mißbrauchen ſieht. Sie eſſen zu Hauſe lieber troFen Brod ehe ſie in Dienſte treten. Leider haben der lange Aufenthalt der Nordländer den häufigen Genuß des Tabaks und des Branntweins bei ihnen eingeführf,

8. 8. Größe der Wirthſchaften.

Als Landwirth und Liebhaber der Landwirthſchaft darf ich zwar nicht für die ganz große Wirtſchaften ein- genommen erſcheinen, aber ich kann es nicht über mich gewinnen, den grenzenloſen ZerſtüFelungen und den da-

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