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Praktische Anleitung zur Anwendung des Nivellirens oder Wasserwägens in den bey der Landeskultur vorkommenden gewöhnlichen Fällen : mit 4 illuminirten Kupfertafeln / von D. Gilly
Entstehung
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Gaanarzn 31 FEIN

Man bemerke den Waſſerſtand bey a und b mit Pfählen, welche mit dex Waſſerfläche gleich eingeſchlagen werden... Alsdann ſeße man den Pfahl Nr. o auf die Dammlinie ,- nach den ſchon gegebenen: Anweiſungen, horizontal mit der Waſſerfläche bey a, und nach dieſem Normalpunkt nivellire man ferner die auf Stationen von' etwa: 10 Ruthen auf der Dammlinie aufgeſeßten Pfähle, ebenfalls ſammtlich mit ihren Köpfen in einer Horizontallinie; endlich aber nivellire man, um wie viel der leßte Pfahl Nr. 9: auf ver Dammlinie höher ſteht als die Oberfläche des Waſſers bey b', welches zugleich das Gefälle des Strohm auf die Diſtanz a b iſt. Dieſes: Gefälle, angenommen es ſey 2: Fuß 3 Zoll, dividire man mit der Anzahl der hier angenommenen 9 Stationen, ſo erhält man 3 Zoll.

Es muß demnach: der Deich bey Nr. 0, weil der daſelbſt ſtehende Pfahl! mit der Oberfläche des Waſſers: gleich hoch ſteht, der Aufgabe gemäß 4 Fuß hoch werden, bey Nr, 1. aber müſſen von dieſen 4 Fuß 3 Zoll abgezogen wer- den, und der Damm wird alſo daſeloſt nur 3 Fuß 9 Zoll hochs bey Nr. 2. werden 6 Zoll abgezogen, und folglich der Damm daſelbſt nur 5 Fuß 6 Zoll über. die Höhe des: hier ſtehenden: Pfahls,. und ſo ferner, bis endlich-nach dieſer Rechnung auf dem leßten Pfahl Nr. 9. nur noch x Fuß 9 Zoll zur Dammhöbe aufgeſeßt werden, denn da der Pfahl Nr. 9. ſchon an und für ſich 8 Fuß 3 Zoll über ver Waſſerfläche bey b ſteht, jo' wird der Damm" daſelbſt mit jenen 1 Fuß 9 Zoll, 4 Fuß über der Waſſerhöhe bey b' erhoben: ſeyn... Die zuſammengzezoge- nen Punkte aber geben, der Forderung g- mäß, die geſenkte aber doch an ſich gerade fortlaufende Krone des"Dammes cd;

Angenommen ,. daß der Deich oben, oder wie man es nennt auf der Krone eine Breite von 8 Fuß, und nach der Waſſerſeite eine zweyfüßige, nach der Land- ſeite aber eine einfüßige Doſſirung haben ſollte, ſo müſſen hiernach die Profile

eben ſo; wie bey den Gräben geſchehen, beſtimmt werden:

Zur Vermeidung aller Weitläuftigkeit; ſoll ſolches nur bey ven 2" Stationen

Nr. 5: und 6. gezeigt werden. Fig: 54. ſey ab die Mittellinie des Dammes, Cig.54

ſo werden zu jeder Seite aus a in c und aus b in e auch aus a in d und aus b in f 4 Fuß für die durchweg: gleichbleibende Oberbreite des Deichs abgeſtochen 5 alsdann wird, weil der Damm einwärts eine einfüßige Doſſirung haben ſoll, die profilmäßige Höhe deſſelben: 6 m(Fig. 53.) aus in S, und die Höhe 5 11