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Praktische Anleitung zur Anwendung des Nivellirens oder Wasserwägens in den bey der Landeskultur vorkommenden gewöhnlichen Fällen : mit 4 illuminirten Kupfertafeln / von D. Gilly
Entstehung
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dern. Zuſammenhangs der: Erdart. eine: Abſchrägung,. Böſchung: oder Defſfirung: erhalten..

Selbſt bey einer guten: und feſten. Erdart iſt anzurathen, dieſe Doſſirungen

bey: Gräben. und" Kanälen: dergeſtalt zu: beſtimmen, daß j5' vieie Fuß, als der

Fig.36.. Graben. tief: iſt, Fig. 36: ab eben: ſo viele? Fuß: zu jeder Seite von: a nach c

abgeſtochen. werden. müſſen, da dann die zuſammengezogenen Punkte cb, cb die

Doſſirungen: geben. Man: nennt. ſolches' eine einfüßige* Doſſirung,. ſo wie,

Fig:37,.wvenn anſtatt. des: obigen, nach Fig: 37: in: beſondern Fällen,- nur: ſo viel halbe

Juß. von: a- nach: 6 abgeſiochen. werden. ſolches: eine halbfüßige Doſſirung: ge-

nannt wird;

Annrerk.. Z, B; wenn: im: Torfgrunde: Graben: ausgeſiochen werden;- ſo. iſt eine: ſolche halbfüßige* Doſſirung hinreichend.-

Bey der vorgedachten: einfüßigen, bey Graben- Arbeiten! am mehreſten übli-

<hen: Doſſiung- haben die: Winkel c b b, Fig. 35:, welche die Doſſirungslinien

mit dem: Grund, oder der ſogenannten: Sohle des: Grabens machen, 135 Grad z

dieſe Winkel: müſſen: nun: in! etzein» und: demſelben: Graben: überall gleich großg;-

auch die untere Breite: oder" Sohle des Gravens: ſich durchveg gleich bleiben z3

daber iſt erforderlich. daß die: Doſſirungen: nach: Verhältniß: der a: wechſelnden

Tiefe in einem Terrain ,. deſſen: Oberfläche ſich» vald: erhebt. und tald erniedriget,

gehörig abgeſiochen: und. die. Arbeiter ordnungsmäßig: angeſtellt werden: E3 folgt

aber. aus: denr vorhim angeführten, daß,. da das Vorſpringen der Doſſirungen auf

der Oberfläche des: Terrains. ſich" nach der Tiefe: der. Gräben: richten: muß, die obere Breite derſelben: bey ungleichen Tiefen: nicht durchweg: einerley ſeyn kann; ſondern daß ein Graben: an denjenigen Stellen, wo: mehrere Tiefe erfordert wird; oben: auch mehr: Breite;. hingegen da, wo'es einer mindern Tiefe bedarf, auch eine geringere obere Breite erhalten muß. Män kann alſo bey einem durch irgend ein un- gleiches Terrain, Cund dies iſt ſchon: immer der Fall ſelbſt im Wieſengrunde, der dem: Augenſchein nach" ganz eben iſi) zu ziehenden Graben keine: durchweg gleiche Olerbreite annehmen; die Unterbreite' muß dahingegen: in einem Graben beſtändig gleich bleiben z- ſie wird nach Berhältniß des: abzuführenden Waſſers be- ſtimmt,. Die gewöhnlichen Ausdrücke, von z. B. achtfüßigen, zwölffüßi- gen 2c; Graben, worunter. die. Oberbreite. verſtanden wird, ſind alſo' ganz falſch,