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Praktische Anleitung zur Anwendung des Nivellirens oder Wasserwägens in den bey der Landeskultur vorkommenden gewöhnlichen Fällen : mit 4 illuminirten Kupfertafeln / von D. Gilly
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GEN AER

fich erſt gewöhnt hat, für 15 bis 20 Ruthen lange Entfernungen die Zielhöhe bis auf einen Zoll zu beſtimmen im Stande ſeyn, und daß iſt ſchon fein ge- ringer Grad von Genauigkeit, mehr, als in manchen Fällen erforderlich iſt. »Dergleichen Fehler werden ſich überdem bey einem zufammengeſeßten Nivelle- ment noc<h ſehr gegen einander aufheben. Man kann mit dieſem Werkzeuge nach Gefallen, von Station zu Station, oder auch aus der Mitte nivelliren. 2c.*

Ich meinerſeits Fann Hiebey nicht unbemerkt laſſen, daß ich gewohnt bin, die Waſſerwaage in die Mitte der bis zu 20 Ruthen abgemeſſenen Stationen zu ſeßen, und vaßalſo in dieſer zu viſirenden Diſtanz von x0 Ruthen die Dif- ferenz, bey dfterer Verſchiebung der Zieltafel, nicht über 3 Zoll betragen hat. Zu dieſer Genauigkeit fann ſich das Auge bey einem vielfältigen Gebrauch dieſes Inſtruments gewöhnen, und mehr iſi in den mehreſten Fällen gewiß nicht ndthig,

Uebrigens hätte die hier angeführte gründliche Abhandlung des Herrn Oberſtlieutenants Müller mich abhalten können, gegenwärtige Schrift drucken zu laſſen, wenn ich nicht bemerkt hätte, daß.wir ganz verſchiedene Zwecke beab- ſichtigten, und dies wird meinen Entſchuß einigermaaßen rechtfertigen 3; denn fo empfehlenswerth und lehrreich die Müllerſche Anweiſung für eigentliche Meßblünſtler iſt, ſo dürfte ſie gerade darum für die Klaſſe von Leſern, füv die ich ſchreiben wollte, zu weitläuftig, auch hin und wieder zu dunkel ſeynz und ſo wäre denn nun für beyde geſorgt.