haben. Kloſter Beuron im J. 777, St. Mangen in Füſſen im J. 638, Fultenbach im J. 749, Gengenbach im J. 736, Honauim IJ. 72x, Kempten im I. 773, Mehrerau im JT. 611,
Neresheim im J. 777, Ottobeuren im I. 764, Schutten im
I. 603, Schwarzach im J. 724, Trudpert im J. 756. Ueber-
haupt bemerkt man zwey Epochen der Klöſter. Im achten Jahrhundert entſtanden die meiſten als Einſiedlergeſellſchaf-
ten, die ſich ſelbſt in den Wäldern Land und Leute erwarben.
Im zwölften Jahrhundert u. ſ. 1. gab es dann eigene Etiftungen, Dotirungen dafür von den Herzogen, Köni- gen, Grafen u. ſ. w«
S. 47 So wenig die alte Religion der Deutſchen ſich eignete, die Kultur des Landes zu befördern; denn die Wälder ſtell: ten die Tempel vor, die Wälder wie einzelne Baume wurden heilig gehalten, ſo mehr war es die<hriſtliche Religion, ja war die Quelle der erweiterten Kultur von Deutſchland. Die Biſchdfe, Prieſter und Mönche wollten Kirchen,
Land und Leute haben, ſie mußten alſo ihre Zuflucht zu den Wäldern nehmen. Dieſe wurden nun von allen Sei- ten angegrifſen und gelichtet. Die Schlauheit der Prie- ſter wußte Sklaven an ſich zu feſſeln, mit denen ſie dann das Land bearbeiteten. Sie gaben ihnen auc) unter Be- dingungen von ſtäter Abhängigkeit kleine Strec>en Landes zur Anſiedlung. So entſtanden uun Kirchen und Klöſier, neue Wohnſiße, neue Leute. Dieſe mußten den Prieſtern zugleich zur Sicherheit gegen die Heiden( Unbefehrte) dienen, mit denen ſie noch immer im Kampfe lagen.
: SY. 48. Auch die Kriege von außen dauerten fort. Die baie- riſchen Herzoge ſchloßen ſich an die Longobarden an,


