die in Italien das gothiſche Reich fortgeſezt und ver-"4
größert haben.| Nn
Fränkiſche Kriegsheere kamen deßwegen nach Baiern.|+
Die Prieſter hielten es heimlic) mehr mit den Franken| 0;
und erleichterten die Abſichten des fränkiſchen Hofes,| 40
Baiern ganz zu einer fränkiſchen Provinz zu machen. So 156
geſc<ah es auc vorhin mit Allemanien.|
CS. 49.| N|
Vorbereitet wurde die Vereinigung Baierns mit dem|.y
fränkiſchen Reiche dadurch, daß der Herzog Thaſſilo| 1
auf dem Reichstage zu Compiegne im J. 757. dem frän-|
fiſchen Reiche einen Bundes2id ſchwdren mußte. Er ver?|; M0
pflichtete ſich dadurch, in allen Kriegen gegen die Lango-| fehojt
barden, Sachſen, Saracenen, Aquitanier mit ſeinem| Wan
Volke zu ziehen.| va
R 487| ny
Die baieriſchen Biſchöfe und Prieſter hatten bereits(| 6
eine große Macht erlangt. Doch ſchienen ſie noch nicht AUGEN.
ganz zufrieden zu ſeyn. Die Nichtchriſten=- Heiden wa-| au
ren nac) ihrem Wunſche noch nicht alle vertilgt, und die| w
geiſtlichen Güter und Einkünfte noch nicht groß genug. A| 50
Merkwürdig ſind von dem Konzilium, das ſie im/ 0
Jahre 763. zu Aſcheim Cin der Gegend von München) y
|| hielten, die Artikel, welche ſie in einem Briefe an|
n|| den Herzog einkleideten. Sie zielen alle auf Vergrdße-)|
|| rung ihrer Macht und Einkünfte. Es ſind Forderun- G
| gen und zum Theil auch Beſchwerden. Der wichtigſte 7 56
| Artikel davon iſt der im fänften Kapitel*) von den Ze- vw |
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|| TEC. 5. Deidecimis Deorreddendis Propheta testatur, ut H
|| Siquis decimam revertatur unde yenit, ut quicunque W 0"


