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in Paris geblieben, oder ſonſt verſchleudert worden, nur Manuſcripte vorhanden mit einigen erläutern- den Zeichnungen von geringer Bedeutung, als Kunſtwerke angeſehn. Merkwürdig noh in der Ambroſiana die Bildniſſe des Lodovico Sforza in dreyviertel Anſicht, etwas violett im Tone, in den
Schatten noch gedest, überhaupt von noch alter- thümelnder Kunſtart, doch fein und verſtandvoll in den Formen. Seine Gemahlin geringer. Dieſen Bildern gegenüber drängte ſich mir die Vermuthung auf, daß Lionardo zu Mayland mit niederdeutſchen Malern ſich berührt, von ihnen das Delmalen ge- lernt habe, welches zu Florenz vor ſeiner maylän- diſchen Reiſe nicht üblich, ja kaum hiſtoriſch be- kannt war. Hierin beſtärkte mich ein allerliebſtes kleines Bild beym Grafen Alberto Litta, Madonna mit dem Kinde. Das Motiv dieſes Bildes zeigt ſich in einer ſtark retouchirten Zeichnung des Lio-- nardo in ven Sammlungen der Gallerie der Uffiz] zu Florenz. Auch das Bild ſelbſt. hat in einigen Theilen gelittenz die Hand des Kindes die Laſuren eingebüßt. Doch ſieht man um ſo deutlicher, daß Lionardo damals die Schatten paſtos unterlegte,


