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ſige Behandlung an der Stelle iſt, gleich jener der Spanier in ihrer beſten Zeit, oder des Anton Van- dy, oder anderer, welche mir nicht beyfallen. Die Prachtzimmer der Genueſer ſind nun allerdings un- gewöhnlich ho<. J< will daher nicht ſagen, daß man nur für dieſe und ähnliche zu malen habez nur daß man ſtets auch auf ſolche Fälle ſolle ein- gerichtet ſeyn.|
In Mayland habe ich mir Verſchiedenes ange- merkt. Man ſieht denn vornehmlich nach ſolchen Künſtlern ſich um, welche an der Stelle geblüht und gearbeitet haben. Hier intereſſirte mich daher beſonders, was man gemeiniglich die Schule des Lionardo da Vinci nennt, eigentlicher, die Nach- würkung, nennen ſollte. Denn es wird der Ein- fluß des Meiſters nur bey wenigen dieſer Maler recht bemerklich; dem Boltraffio, dem Melzoz; und dieſe fehlen eben.
Von Lionardo iſt nicht Viel übrigz das Abend- mahl gar nicht, ſogar ihm gegenüber die beiden Bildnißköpfe(unter dem Kruzifix: von Giov. Do- nao Montorniano, 1495) ſind abgeblättert. Die ſchönen Bücher voll Zeichnungen wären, ſagte man,


