=mrwenrenmenanen 2222
37
aus ihm ſich täglich zu verjüngen?=- Ich dächte, nicht.: Dieſe Apoſtrophe bezwe>t, die claſſiſch gebilde- ten und beleſenen Kunſtſchriftſteller zu warnen. Mögen ſie aufhören, den Künſtler, welcher biswei- len auf ſie hor<t, durch die übliche Phraſeologie der modernen äſthetiſchen Kunſtſprache in das Garn zu loFen, ſie zu verleiten, in künſtleriſcher Bezie- hung ihrer Subjectivät in einem Maße ſich hinzu- geben, als welches ihre literariſchen Freunde im eignen Fache nur für Indolenz und Faulheit neh- men und niemals ſich ſelbſt verzeihen möchten. Was dem einen recht, iſt auch dem anderen billig.
Der Begriff. der Schönheit alſo iſt ein reiner Be- griff; keine Vorſtellung, in welcher dieſes oder je- nes andere Schöne anſchaulich ſich abſpiegele. Er iſt ein ſehr abſtracter Begriff; denn er abſtrahirt ſowohl vom Weſen, als von der Wahrheit, und beſchränkt ſich durchaus auf den Scheinz nimmt auch dieſen nur inſofern auf, als er zum Gefühle in einer günſtigen, erfreulichen Beziehung gedacht werden kann. Die äußere Grenze des Begriffes der Schönheit wird demnach in den Worten: Er-
| | | | | / '


