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deß gedeihen dieſe nach den bisherigen Erfahrungen allein auf dem ebenen Boden eines handwerksähn- lichen, häuslichen Lebens. Nachfrage und Abſaß bedingt ſie äußerlich, ſo viel läßt ſich einräumen; aber Geräuſc; und hohe Gunſt übertäubt und er- ſuit in ihnen jenes Unbefangene, Wahre, deſſen ſie nicht entrathen können, weil es in ihrem Ge- ſammtwerthe ein zu großer Theil iſt. Daſſelbe gilt von jenen frühen Stufen der Kunſt, auf welchen ihre Grundlagen gelegt und beſcheiden und ganz in der Stille künftige Leiſtungen vorbereitet werden. Sehen wir aber, daß alle großen Kunſtepochen der alten, wie der neuern Zeit, ohne Ausnahme an ſinnvolle und geiſtreiche Gönner ſich angelehnt ha- benz ferner, daß ſolche höhere und höchſte Leiſtun- gen der Kunſt nicht allein Anregung, Antheil, be- geiſternde Winke; daß ſie nicht weniger für, dem Stoffe, der Ausdehnung, der Arbeit nach, koſtbare Werke oft großen Aufwand erfordern: ſo wird es uns klar werden, auf welcher Stufe und bey wel- <er Richtung der Kunſt ſinnvolle Gönner ein Er- forderniß, wenn nicht ſelbſt die unerläßliche Bedin- gung ihrer gedeihlichen Entwickelung ſind.
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