Teil eines Werkes 
2 (1811) Zweyter Band, welcher die Wildzucht, den Wildschutz, die Wildjagd und die Wildbenutzung enthält
Entstehung
Seite
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552 Vom zerwirken uud sireisen des Wildes,

as Messer beständig gebraucht, und Schnitt bey Schnitt an der Schwarte hin gemacht werden, damit vom W eis ßen nichts daran hängen bleibt,*) 4) Vom streifen des Dachses,

Der Dachs wird gerade so behandelt, wie ich es beym Rothwilde beschrieben habe; man läßt nur unten an den Läufen nichts von der Schw arte oder Ha ut siehen, und entbldßt auch die Ruthe, bis zur Spiße.

5) Vom sireisen der Wölfe, Füchse, Luchse, Kaken, Otter, Marder x.

Beim Streifen dieser Thiere hängr man sie gewbhnlich an den Heesen auf, und schärft den Balg zuerst an den Vorderläufen, von den Ballen bis zur Brust, und dann an den Hinterläufen, voa den Ballen bis zum Weido loGe, auf. Ist dies geschehen, so werden die beyden Vorderläufe, von den Klauen bis zur Brust, entbldßt und vann eben so die Hinterläufe gestreift; wobei zugleich die Ruthe des Fuchses, vom Weidloche an, so weit sichs gut thun läßt, aufgeschlißt, und, nachdem der Rest mehr» mals umgedreht worden ist, aus dem Balg gezogen wird.== Sind Ruthe und Keulen entblößt, so wird nun ver Balg übergeschlagen, und das Thier, vermittelst des Messers und etwas starkem ziehen am Balg, bis zu den Zähnen gestreift; wobey die Ohrenknorpel so durc<schnitten

*) Hier im Würtembergischen zerwirkt man das Schwarzwild

fast nie, sondern läßt es über nnd über vom Schmied sengen, das heißt: vermittelst glüender Cisen die Bot/

sien abbrennen,

"7. Whl mh? mandy

1) Ye!