544 Voi aufbrechen und gusweiden des Wildes.
die Brusthdhle herein zu ziehen, und wirft dann das Ge- scheide auf der rechten Seite neben den Hirsc<.== Nun iwennt man entweder das S<loß im Knorpel, und x dst den Mastdarm am Weidloche ab; oder man läßt das Schloß zu, und löst ben Mastdarm dichte vor dem Weidlohe mit dem Messer sauber heraus. Ist auch dies geschehen, so sticht man die Brandadern an den Keulen auf, ldst das Querfell oder die Wände, welche die Herzkammer bilden, von den Rippen los, sticht ven Drosselknopf ab, zieht die Drossel in die Herz» Fammer, reißt das Geräusc< mit Gewait heraus, füllt den vom Schweiß befreyten Leib mit belaubten Brü- <hen an, stre>t den Hirsc< auf die Seite, und dann ist der Aufbruch vollzogen.*)
Jem alten Weidmannsgebrauch nach, muß deym aufbrechen alles gerade so aufeinander folgen, wie ich es beschrieben habe, und es darf der Jäger, wenn er bemerkt wird, weder den Ro> ausziehen, noch den Hirschfänger und Huth ablegen, no< über das Wild schreiten, so lange er mit dem aufbrechen beschäftigt ist, Auch tegen Einige dem Hirsch beym aufbrechen belaubte Brüche unter, und sir e>en ihn darauf.
s) Wenn dem Jäger das Wild nach seinem Wohnorte gebracht wird, so läßt er das Geräus< gewöhnlich-so lange darin, bis das Wild dort aukommt 3 wenn dies aber nicht geschieht, so nimint er es im nächsten Dorfe, durc< wel- des dex Transport führt, heraus. Bey großen Jagen hingegen wird der Aufbruch, welcher ein Accidenz für die Hoftägerey ist, meistens auf der Stelle herausgenom“? nen und verkauft,
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