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Handbuch des Landwirthschaftsrechts / Theodor Hagemann
Entstehung
Seite
26
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26 Zweiter Abſchnitt. Zweites Kapitel. Gohgräfen, Hausvoigte*), Dorfsſchulzen;

Bauermeiſter, Amtsgeſchworne, Voigte, Rich:| vſt ter u.ſ.f. genannt werden. Die Wahl und Beſtellung pu) ſolcher Unterbedienten kommt in der Regel der Obrigkeit ME zu, welche an dem Orte die völlige niedere Gerichts- Vn barkeit auszuüben hat. Die Gemeinde ſelbſt concurrirt 113 gewöhnlicher Weiſe nicht bei der Wahl eines Dorfſchulzen»DL, denn er iſt ein Unterbedienter des Gerichts, der über dieAe Gemeinde die nächſte Aufſicht führen ſol. Jndeß kann an huh 9009 dem einen oder andern Orte durch Obſervanz das Gegen?|

theil hergebracht ſeyn, welchem alsdann nachzugehn iſt.**) WEN 7 ſt die niedere Gerichtsbarfeit in einem Dörfe getheilt,DB ſo ſezt jeder Gerichtsherr entweder ſeinen eigenen Scul- 160| zen, oder ſie beſtellen den Geſchwornen gemeinſchaftlich,[4000 oder ſie alterniren bei der Wahl deſſelben, oder es hat hier- 090 u bei der Gerichtöherr den Vorzug, welcher in dem Ges py, Du meinſchaftsdorfe die meiſten Gerichtsunterthanen hat. 1 Man muß daher auf das Herkommen eines jeden Orts ſes EE hen. Stehet der Gemeinde das Recht zu, den Dorfſchul- AEN zen zu wählen und zu ernennen, ſo hat dennoch die Ge-"M: vicht8obrigkeit die Befugniß, die Tüchtigkeit und Fähigkeit ph vyy des ernannten Subjects zu prüfen und, wenn ſich deſ-"Ny ſen Unfähigfeit und Untauglichfeit zu dieſem Amte ergiebt, 00 in

die Beſiätigung zu verſagen und die Wahl eines Andern) zu fordern.| 5 00,8) *) Bei den Aemtern, wo ſich Gogräfen und Häus-| N vögte befinden, deren Amt von größerem Umfange(A iſt, werden die Bauermeiſter gewöhnlich an ſelbige J3e-| WT wieſen.| vE

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4) Struben rechtl. Bedenken 3; Th. 5. Nro. 23. Ee |