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Handbuch des Landwirthschaftsrechts / Theodor Hagemann
Entstehung
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2 Einleitung.

Vermehrung geſezlicher Vorſchr iften erforderlich gemacht hatte, erhob ſich die Kenntmß der EEE und Geſeße zu einer eigenen Wiſſenſchaft, die man, von andern ge? lehrten Kenntniſſen abgeſondert, in einem gewiſſen Zu- ſammenhange, ſchriftlich oder in mündlichen Vorträgen, deutlich und vollſtändig darzuſtellen ſuchte. Der weite Umfang dieſer Kennrniſſe, die Schwierigkeiten, ſie zu erlernen und practiſch anzuwenden, machte eine wiſſen- ſchaftliche Bearbeitung derſelbeH nothwendig. Redcts- wiſſenſchaft iſt daher die Wiſſenſchaft der geſezlichen Vorſchriften, in ſofern ſie ſich auf Zwangsrecte be- ziehen, und ihrer Anwendung auf vorkommende einzel- ne Fäle- Wer ſie gründlich verſtehet, heißt Juriſt, Rechtsgelehrter. 9. Z+ Die geſammte Rechtswiſſenſchaft berußet theils auf der Geſezgebung der Vernunft, oder auf Pe ſchen Grund- ſäßen, welche in Abſicht der äuſſern Werhältniſſe der Menſchen gegen einander ihre Beſtimmun gie erhalten ba- ben 3 theils auf Geſeßen, die durc< ein Factum der Will- führ, oder dur poſitive Sanction derjenigen, die das Recht haben, ſie feſtzuſeßen, entſtanden ſind. Der In- begriff jener macht das Natt urreht, der Inbegriff dieſer aber das poſitive Recht aus. Die poſitiven Rechte entſpringen entweder aus einem Vertrage= Vertrags- rechte, oder aus einer Vorſchrift der geſezgeben- den Gewalt eines Staates, de von den Un- terthanen deſſelben befolgt werden"|Y Gf eke im eigent- lihen Sinne. Beſchränken ſich die leztern blos auf ge- wiſſe Klaſſen der Unterthanen, oder nur auf einzelne )

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