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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
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Eine Chaufſee muſs demnächſt ſelbſt auf ebe- nem und trocknem Boden etliche Fuſs hoch über demſelben geſchüttet werden, damit das Waſſer von dem Rücken des Chauſſee beſtändig zu den Seiten abfſlieſse.

Es iſt keineswegs nöthig, auch faſt nicht aus- führbar, die Fahrbahn einer Chauſſee nach ihrer Länge vollkommen horizontal anzulegen, ſon- dern es kann ſelbige ſleigend und fallend gehen, nurmüſſen die Abhänge, weder im Ganzen, noch in einzelnen Diſtanzen von der Art ſeyn, daſs dadurch das Hinauffahren beſchwerlich und das Hinabfahren gefährlich wird.

In bergichten Gegenden müſſen demnach die groſsen Anhöhen ſo weit abgetragen und wie- derum zu tiefe Stellen ſo hoch ausgefüllt werden, daſs die zuſammenſtoſgenden ſchiefen Ebenen ſanfte Abhänge erhalten; d. h. daſs auf 18 Fuſs Länge nicht mehr als ein Fuſs Fall ſey.

Nach dieſen Beſtimmungen wird der erſte Grunddamm von Sand oder Erde geſchüttet und die Chauſffee- Wölbung,(wozu ein mit etwas Lehm- Erde vermiſchter Kies oder Grand am beſten ſeyn würde,) wenn die Breite zwiſchen den Banquets 20 Fuſs beträgt, bis zu einer Erhöhung von 16 Zoll, in der Mitte aufgefahren. Dieſe Erde wird von den zu beyden Seiten liegenden Banquets durch eingegrabene 15 bis 18 Zoll hohe Bordſteine geſchieden, die alſo beym Ein- ſetzen nur 6 Zoll über dem erſten Grunddamm hervorragen,

Alsdann wird der Grunddamm von der Mitte bis zu den Bordſfteinen noch um 2 Zoll abgerün-