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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
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207
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Die auf der abgerundeten Grunddammfläche zu legende Steinwölbung ſollte aus zwey über der Grundlage zu ſchichtenden Lagen von mittel- mäſsigen Steinen und dann aus der Bedeckung mit kleinen oder zerſchlagenen Steinen beſiehen; die zuletzt noch mit Grand oder groben Sand überſchüttet werden müſſen.

Es iſt ebenfalls ſehr gut, wenn eine Chauſſee mit Sommerwegen verſehen werden Kann, we- nigſtens müſſen zu beiden Seiten gute Fuſsfteige angelegt werden.

Bey günſtiger Lage des Terrains, natürlicher Feſtigkeit des Bodens und vorzüglich guter Be- ſchaffenheit der zum Grunddamm zu nehmenden Erde, können alle äuſseren Befeſtigungen unter- bleiben, wenn man auf jeden Fuſs Höhe einen Fuſs Böſchung giebt; ſonſt aber müſſen die- ſchungen vergröfsert, mit Raſen bedeckt oder mit Faſchinen eingefaſst werden. BFuttermauern würden allerdings beſſer, aber auch in den meh- reſten Fällen ſehr koſtbar ſeyn.

0-03:

Die Bepflanzung der Chauſſcen, Straſsen und Wege mit Bäumen, wird von einigen getadelt, unter dem Vorgeben, daſs dadurch die Austrock- nung der Wege verhindert würde.

In naſſem Boden mag dies einigen Grund ha- ben, weshalb daſelbſt hochſlämmige Bäume zu ſetzen ſind; an trockenen Orien hingegen iſt hier- von nicht ſo viel zu beſorgen, weshalb die An-