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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
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(. 204.)

Steinpflaſters, nicht feiner Sand, ſondern eigent: licher Kies oder Grand geſchüttet werden.

Faſchinen find dabey gar nicht zu gebrau- chen, indem fie ſich zu ſehr zuſammen drücken würden.

Jat man aber auch für eine Anfangs hinrei- chende Ausfüllung eines folchen Grundes mit Erde geſorgt, fo wird dennoch hie und da eine Verſackung des darauf gelegten Steindammes um fo ener erfolgen, wenn derſelbe ſogleich auf die Ausfüllung gelegt wird, weshalb ſolches erſt nach einiger Zeit, wenn die Erde compacter ge- worden, geſchehen muſs.

Bey hochliegendem lehmigen oder thonarti- gen Boden iſt man vor dergleichen Verſackungen mehr geſichert, und die Steindämme können nach geſchehener Aufhöhung des Grundes mit trockner Erde, ſchon eher gelegt werden. Ue- brigens müſſen die Steindämme in der Mitte mit einer Erhöhung angelegt und vor dem Aus- weichen des Steinpflaſiers an den Seiten, Stein- Drecken von gut gelagerten und verbundenen gröſsern Feldſteinen angefertigt werden.

Erlaubt die Localität neben dem Steinpflaſter einen mit Kies oder Grand gehörig befahr- nen beſondern Sommerwesg anzulegen, ſo SgeC- reicht ſolcher allerdings zur Bequemlichkeit und Schonung des Steinpilaers. Die Steindämme und die Weze ſollten billig eine zum ſichern Aus- weichen, für wenigſtens zwey ſich begegnende

Vv

Fuhrwerke hinreichende Breite haben, denn es bedarf wohl kaum der Erwähnung, daſs nichts